MASCOT übernimmt eine extraordinäre

soziale Verantwortung
Bangladesh 2013
Donnerstag, 24. Oktober 2013

- Status nachdem das Rana Plaza kollabierte: Vor ca. 6 Monaten stürzte ein Gebäude in Bangladesh ein. Der Gebäudekomplex hieß Rana Plaza und beherbergte verschiedene Textilunternehmen. Mehr als 1.100 Menschen kamen ums Leben.

MASCOTs Rolle

In der ersten Zeit nach dem Einsturz wussten wir bei MASCOT nicht, dass wir in der Vergangenheit Waren gekauft hatten, die im Rana Plaza produziert waren worden, da der Lieferant der gekauften Waren einen anderen Namen als das Gebäude trug. Nachdem wir von der Presse kontaktiert wurden (ein Journalist hatte ein Etikett von einem stornierten Auftrag von 2011 gefunden) fanden wir heraus, dass ein Unternehmen aus dem Gebäude ein paar Jahre zuvor einige verschiedene Probeaufträge für uns hergestellt hatte. Der zuletzt vergebene Auftrag wurde von uns in 2011 vergeben, da das Ergebnis jedoch – wie bereits vorausgegangenen Ergebnissen – nicht zufriedenstellend war, wurde die Zusammenarbeit beendet.

MASCOT ist juristisch nicht verantwortlich

Nach dem Einsturz arrangierte die ILO (International Labour Organization) zwei Konferenzen, bezüglich einer Kompensation für die Hinterbliebenen, in Genf. An der ersten Konferenz nahm MASCOTs Rechtsanwalt teil, um MASCOTs juristische Verantwortung zu ermitteln. Es stellte sich schnell heraus, das MASCOT eine solche nicht hat.

Einrichtung eines Fonds

Da MASCOT jedoch den Wunsch hat einen Beitrag für die Überlebenden und Hinterbliebenen zu leisten, nahm MASCOTs geschäftsführender Direktor an der zweiten Konferenz in Genf teil. Auf der Konferenz wurde ein Modell für einen Fond skizziert, der den Überlebenden und Hinterbliebenen helfen soll. Für die teilnehmenden Unternehmen war es selbstverständlich von großer Wichtigkeit zu sichern, dass die Mittel des Fonds auch in den richtigen Taschen landen.

Sechs Monatsgehälter für die Angestellten

Eines der Unternehmen, die zum Zeitpunkt des Einsturzes in der Fabrik produzierte, zahlte sechs Monatsgehälter an alle die Konten, die sämtlichen Mitarbeitern der Fabrik vom Rana Plaza gehörten. Die teilnehmenden Unternehmen des Kongresses in Genf konnten somit konstatieren, dass unmittelbare Hilfe an alle Überlebenden und Hinterbliebenen geleistet worden war. Die unmittelbare Hilfe ist sehr wichtig, da die Etablierung des Fonds ein äußerst arbeits- und zeitaufwendig ist. In Verbindung mit der Einrichtung eines Fonds müssen alle Überlebenden befragt werden und das Gleiche gilt auch für die Hinterbliebenen der Todesopfer. Zu diesem Zweck wurden u.a. iPad-Applikationen entwickelt, um die vielen Daten zu verwalten, hierunter u.a. auch die Grade der bleibenden Schäden der Überlebenden. Es ist das Ziel, die Mittel so gerecht wie möglich zu verteilen. Der Prozess ist bereits seit einiger Zeit in vollem Gang.

Extraordinäre Spende

Obwohl MASCOT vor ein paar Jahren nur einige wenige Probeaufträge in einem kleinen Teil der Fabrik herstellen ließ, möchte MASCOT den Überlebenden und Hinterbliebenen einen sechsstelligen Betrag (in dänischen Kronen) spenden. Der Betrag wird, sowie der Fond eingerichtet ist, eingezahlt. Mit dieser Spende möchte MASCOT soziale Verantwortung übernehmen – in einem Land, in dem nach wie vor ein großer Teil der Textilproduktion der Welt liegt.